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ISSF WC Cairo: Steiner und Strempfl im Finale
Zwei Finalplatzierungen konnte das ÖSB-Team heute beim ISSF Weltcup Kairo verbuchen: Sylvia Steiner wurde nach Grunddurchgangsrang vier mit der 25m-Pistole Achte und Martin Strempfl belegte mit dem Luftgewehr den fünften Rang.
25m Pistol Women
Bereits den Präzisionsdurchgang des 25m-Pistolenbewerbs der Frauen am Vortag hatte Sylvia Steiner mit 290 Ringen souverän gemeistert. Als Siebte hatte sie sich eine hervorragende Ausgangsposition für den heutigen Schnellfeuerdurchgang erarbeitet. Dabei fehlte der Salzburgerin lediglich ein Ring auf die Zweitplatzierte; von der zwischenzeitführenden Sevval Tarhan (TUR), die sich ein wenig Luft zur Konkurrenz verschaffen konnte, trennten sie vier Ringe.
Auf zwei Durchgänge aufgeteilt starteten die 47 Schützinnen auch heute im Schnellfeuerteil dieses Bewerbs. Mit ergänzenden, starken 293 und gesamt 583 Ringen übernahm Steiner im ersten vorerst die Führung. Nun blieb abzuwarten, was die Konkurrentinnen im zweiten auf die Scheibe brachten. Nur drei Schützinnen gelang ein besseres Resultat, so beschloss Steiner den Grunddurchgang als hervorragende Vierte und qualifizierte sich damit sicher für das Finale der besten acht. Die Qualifikationsführung hatte Rhythm Sangwan (IND) mit gesamt 587 Ringen übernommen.
Im Finale, live übertragen auf dem YouTube-Kanal der ISSF, fand die 44-Jährige nicht ganz hinein, so verabschiedete sich Steiner aus ihrem bereits elften Weltcupfinale in dieser Disziplin heute als Achte. Es siegte Xiu Teh (SGP) mit 38 Treffern vor Heloise Fourre (FRA) und der jungen Bulgarin Miroslava Mincheva.
Sylvia Steiner: „Ich freue mich über die Finalqualifikation. Schade, dass es im Finale so daneben ging. Das kann ich eigentlich besser.“
10m Air Rifle Men
Vier ÖSB-Athleten waren im 83 Teilnehmer umfassenden Luftgewehrbewerb der Männer vertreten. Diese gingen, aufgeteilt in zwei Durchgängen, ins Rennen. Im ersten fand Martin Strempfl einen guten Start und war stets unter den Topschützen zu finden – gegen Ende sogar als Führender. Zuletzt schossen jedoch drei Schützen besser aus, so lag der Steirer mit 630,8 Ringen an der vorerst vierten Position seines Durchgangs und musste gebannt die Ergebnisse des zweiten abwarten. Mit Rang acht gelang dem 42-Jährigen dann letztendlich die hart erarbeitete Finalqualifikation. Istvan Peni (HUN) blieb mit 634,1 Ringen in diesem Grunddurchgang ungeschlagen.
Patrick Diem landete als Zweitbester des ÖSB-Teams auf dem 40. Platz (627,0 Ringe), Patrick Entner wurde 53. und Thomas Mathis 56.
Ins Finale, live übertragen auf dem YouTube-Kanal der ISSF, startete Martin Strempfl mit 52,0 Ringen stark und lag damit nach der ersten Fünf-Schuss-Serie auf der vierten Position, drei Zehntelringe von den Medaillenrängen entfernt. Mit weiteren 52,5 Ringen in der zweiten Serie behielt der Steirer seine Position – nun nur noch einen Zehntelring von den Medaillenrängen entfernt, in die er zu Beginn der Eliminationsserien sogar aufstieg. Eine 9,9 in der dritten Eliminationsserie ließen ihn bei dem so eng beisammen liegenden Finalistenfeld von drei auf fünf zurückfallen. Am Ende fehlte Strempfl auf Istvan Peni – und damit auf ein Weiterkommen – ein Zehntelring und er belegte den fünften Rang. Es siegte Jiri Privratsky (CZE) mit 251,3 Ringen vor Marcus Madsen (SWE) und Dimitri Dutendas (FRA).
Martin Strempfl: „Es war ein harter Grundwettkampf für mich. Gegen Ende habe ich eine große Anspannung und einen hohen Puls gespürt. Umso größer die Freude, dass es fürs Finale gereicht hat. Im Finale war es phasenweise sehr gut, bei dem Neuner habe ich einfach den Zeitpunkt versäumt und hatte Glück, dass es noch ein hoher Neuner geworden ist. Ganz besonders war die Stimmung im Finale. Das gesamte Team hat mich angefeuert und ich habe es genossen, wieder in einem Finale stehen zu können.“
Ausblick
Morgen geht es in Kairo weiter mit dem ersten Teil des Schnellfeuerpistolenbewerbs der Männer und mit dem KK-Dreistellungsmatch der Frauen.